» Hinweise und Informationen zur Lizenzierung von CoCreate-Zusatzapplikationen

 

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Allgemeines

Lizenzen werden üblicherweise an ein "Gerät" gebunden, welches in irgendeiner Form eine eindeutige Kennung liefert. Diese Kennung wird häufig als die sogenannte "Physikalische ID" bezeichnet. Die Lizenzen werden mit der Kennung als Grundlage erstellt, wobei sich dann das Passwort ergibt. Die Kombination aus dem jeweiligen Gerät und dem Passwort wird dann von der Software, die betrieben werden soll, beim Starten abgefragt.
Häufig wird auf einem bestimmten Rechner ein sogenannter "Lizenz-Server" installiert, der in Verbindung mit oben erwähnten "Gerät" die Lizenzen zentral für die Arbeitsstationen über das Netz  verwaltet und bei Bedarf vergibt. Das ist eine Software, die zusätzlich installiert werden muss und einem Rechner im Netz den Status des Lizenz-Servers "verleiht". Man spricht in diesem Falle von sogenannten "Floating-Lizenzen", da im Prinzip jede Arbeitsstation, die an das Netzwerk angeschlossen ist, Lizenzen vom Lizenz-Server (engl. "License-Server") anfordern kann. Dieses Modell ist heutzutage am häufigsten anzutreffen, wobei es natürlich auch mehrere Lizenz-Server in einem Netzwerk geben kann. Im Extremfall könnte sogar auf jeder Arbeitsstation ein Lizenz-Server installiert sein, der exklusiv für jeden Arbeitsplatz dessen Lizenzen verwaltet. Solche Extremfälle sollten natürlich vermieden werden, da die Verwaltung eines solchen Gebildes manchmal schwierig sein kann.

 

 

Geräte zur Bindung von Lizenzen

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Geräte zum "Binden" der Lizenzen etabliert. Je nachdem, welches Gerät man im Einsatz hat, muss  man beim Anfordern von weiteren Lizenzen die sogenannte ID ("Physical ID") ermitteln. Folgende Geräte kommen im Falle von CoCreate-Produkten typischerweise zum Einsatz:

  • Netzwerkkarte
  • MSU-Dongle
  • PC-Dongle
  • HIL-Modul

Die Netzwerkkarte ist heutzutage sicherlich die gebräuchlichste Form der Lizenz-Bindung. Jede Netzwerkkarte besitzt eine eindeutige Kennung (die sogenannte "LAN-ID" bzw. "MAC-Adresse")), welche zum Erstellen der Passwörter verwendet wird. Hierbei gibt der Kunde die LAN-ID an den Hersteller weiter, der die vom Kunden erworbene Anzahl von Lizenzen in Passwörtern verschlüsselt. Der Kunde wiederum teil dem Lizenz-Server diese Passwörter in der Regel über eine Konfigurationsdatei mit. Die LAN-ID ist eine zwölfstellige Zeichenfolge, welche aus Zahlen und Buchstaben (nur A bis D) bestehen kann und üblicherweise folgendermaßen notiert wird:

00-60-D0-F0-CB-02

Häufig wird dieser Kennung noch "0x" vorangestellt, um deutlich zum machen, dass die LAN-ID im Hexadezimalformat angegeben wird.
Die Netzwerkkarte kann nur mit einem Lizenz-Server betrieben werden.

Die LAN-ID von Netzwerkkarten kann folgendermaßen ermittelt werden:

Betriebssystem Befehl/Vorgehen
HP-UX Befehl "lanscan"
Windows NT/2000 Programme | Verwaltung | NT-Diagnose | Transporte | Eintrag bei NetBT__xxx (nur NT)
oder über die Eingabeaufforderung, bei der man folgenden Befehl eingibt:
ipconfig /all
Win 95 Eingabeaufforderung, dann "msd ", dort bei "Networks" oder über
winipcftg
SunOS Befehl "hostid"
SunSolaris Befehl "hostid" oder sysdef -h
SGI (Irix) Befehl "sysinfo", dann Präfix "0x0800" voranstellen

 

Der MSU-Dongle ist ein Stecker, welcher an einen seriellen Anschluss am Rechner (COM1, COM2, COMx) angeschlossen werden muss. Der Lizenz-Server findet während der Konfiguration dieses Gerät von selbst. Die "MSU-ID" des MSU-Dongles kann sehr leicht ermittelt werden. Sie ist als siebenstellige Nummer auf das Gehäuse des MSU-Dongles aufgedruckt und wird üblicherweise folgendermaßen angegeben:

MSU2028476

Der MSU-Dongle ist die flexibelste Lösung der Lizenzverwaltung, da man bei einem Ausfall des Rechners, welcher als Lizenz-Server dient, durch Umstecken schnell wieder Lizenzen zur Verfügung stellen kann. Eine Netzwerkkarte ist nicht so einfach in einen anderen Rechner zu bringen, wie ein Gerät, das außen am Rechner angebracht ist.

Der PC-Dongle wurde in der Vergangenheit lediglich für PCs verwendet. Seine Kennung, die ebenfalls auf dem Gehäuse aufgedruckt ist, hat das folgende Format:

8485C 2910G05382

Der Dongle wird an eine parallele Schnittstelle (Druckerschnittstelle LPT1, LPT2) angeschlossen, wobei für seinen Betrieb früher kein Lizenz-Server notwendig war. Beim Betrieb unter Windows NT/2000 muss jedoch beachtet werden, dann man den "Sentinel-Treiber" installieren muss, damit diese Betriebssysteme den Dongle überhaupt ansprechen können. Dieser Treiber ist üblicherweise auf den Installations-CDs enthalten.
Der PC-Dongle kann lediglich an der Arbeitsstation eingesetzt werden, auf der z.B. ME10 betrieben werden soll. Man nennt diese Art der Lizenzverwendung "Nodelocked". Die Lizenzen werden (bei ME10 < 10) in der Datei "password", die sich im ME10-Verzeichnis befindet, eingetragen.
Beim Betrieb von ME10 ab der Version 10 ist weiterhin zu beachten, dass man auf der jeweiligen Arbeitsstation auch den Lizenz-Server ("MEls") installieren muss. In der Lizenz-Datei (üblicherweise "MEls.conf") werden die Passwörter für den Dongle mit dem Präfix "NODELOCKED" versehen. Die Lizenzen können dann trotz des Lizenz-Servers nur auf dieser Arbeitsstation verwendet werden.

 

Das HIL-Modul ist eigentlich der Klassiker unter den Lizenz-Steckern (ID-Module). Hewlett-Packard baute lange vor der "Erfindung" des Universal Serial Bus (USB) Rechner, bei denen die Peripheriegerate, wie Tastatur, Tablett, Maus an einem einzigen Kabel hintereinander angeschlossen waren. Man nannte diese Bus "HIL-Bus". Das HIL-Modul wird ebenso in diesen Strang integriert, wobei dessen Kennung ("Physical ID" zbw. "ID") am Gehäuse aufgedruckt ist und die folgende Schreibweise besitzt:

46084A 2944A09321

Das HIL-Modul kann zwar ohne Lizenz-Server im "Nodelocked-Betrieb" verwendet werden, doch diese Verwendungsweise ist heutzurage kaum noch anzutreffen. Normalerweise werden die Lizenzen mit dem Lizenz-Server verwaltet, der wiederum mit der ID des HIL-Moduls arbeitet.

 

Ermitteln der ID, wenn der Lizenz-Server bereits installiert ist

Fall sich im Netz schon ein Lizenz-Server befindet, kann man über einen bestimmten Befehl die ID des Geräts ermitteln, auf das die Lizenzen gebunden sind:

NT
  • Man öffnet die Eingabeaufforderung und wechselt in das Verzeichnis vom Lizenz-Server (Der Pfad des Lizenz-Servers lautet häufig "c:\programme\cocreate\mels")
  • Der Befehl mels -q liefert die "Physical ID"
UX
  • Man öffnet ein Terminal-Fenster und wechselt zum Pfad des Lizenz-Servers (üblicherweise /opt/CoCreate/mels)
  • Der Befehl MEls -q (Schreibweise beachten!) liefert die "Physical ID")

 

Häufige Fragen (Tipps&Tricks)

Wie kann ich eine Übersicht über meine Lizenzen bekommen?

Durch die Eingabe der Adresse "http://<Rechnername>:17171" bei einem Web-Browser kann man sich die Übersicht aller Eingetragenen Lizenzen anzeigen lassen. Für "<Rechnername>" muss man entweder den Namen oder die IP-Adresse des Lizenz-Servers eingeben. Neben der Übersicht kann man sich auch die aktuelle Verwendung der Lizenzen anzeigen lassen.  Die MEls versteht auch Kommandozeilenparameter:

 
Befehlszeilenparameter Beschreibung
-c Angabe der Lizenzdatei (üblicherweise MEls.conf)
-d Gerät angeben
-f MEls im Vordergrund starten (für Debugging und das Starten vom ME10 über "init" unter HP-UX)
-k Lizenz-Server stoppen (unter NT/2000 auch mit Befehl net stop mels machbar)
-q "Physical ID" ermitteln
-r Autostart unter Windows NT/2000 ausschalten
-s Unter NT/2000 den Autostart einschalten
-t Schreibt den momentanen Status in die Datei "MEls.dump" (Unter UX in das Verz. /tmp; unter NT/2000 in das Installationsverzeichnis vom MEls)

 

Welche Versionen von ME10 kann ich mit meiner Lizenz betreiben?

Hat man irgendwann einmal eine Lizenz erworben und danach über Updates (oder "Upgrades") immer wieder auf neuere Versionen aktualisiert, kann man von der Version der Basislizenz bis zur zuletzt erworbenen Lizenz und alle Versionen dazwischen betreiben. Ab der Version 5.13 genügt es laut CoCreate übrigens, die Basislizenz und die zuletzt erworbene Update-Lizenz in die Lizenz-Datei einzutragen, um das gesamte Spektrum der Versionen zu betreiben.

Bei Neulizenzen kann man laut CoCreate immer eine Versionen unter der aktuellen betreiben. Hat man also eine Lizenz der Version 10 erworben, kann man lediglich Version 9 damit betreiben. Möchte man die Version 8 mit dieser Lizenz betreiben, so sollte der Lizenz-Server mit der Version 5.13 oder höher betrieben werden. Dieser ermöglicht ein Betrieb der Version 8 mit den Lizenzen der Version 10.

 

 

 

 
 

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